„Zweites Impfzentrum in Schwäbisch Gmünd muss kommen“

Jakob Unrath (SPD) kritisiert Impfstrategie des Landes für den Ostalbkreis: „Zweites Impfzentrum in Schwäbisch Gmünd muss kommen“:


„Wir alle wollen möglichst schnell eine Rückkehr zu einem normalen Leben mit realen Begegnungen und ohne Einschränkungen. Dafür ist es erforderlich, jetzt das Notwendige zu tun. Nicht das Wünschbare kann jetzt der Maßstab des Handelns sein, sondern der Gesundheitsschutz für die Bevölkerung, gerade wenn durch einen Impfstoff Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist“, unterstützt Jakob Unrath die aktuellen Beschlüsse des Treffens der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin. Zur Frage der Öffnung der Schulen spricht sich Jakob Unrath aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit für eine schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts aus sobald die Entwicklung der Inzidenzzahlen dies zulassen. Kritisch seien jedoch die sich widersprechenden Botschaften in der Grün-Schwarzen Landesregierung im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz zu sehen. „Kultusministerien Eisenmann verwirrt vor und über Weihnachten hinweg Eltern und Lehrkräfte. Seit März 2020 hat sie kein tragbares Konzept entwickelt, um Unterricht während Pandemiezeiten gewährleisten zu können. Eltern und Gewerkschaften äußern zu Recht ihr Unverständnis über das Schulchaos“, so Unrath.

Corona verändert unser Leben

Wer sinnvollerweise zum Präsenzunterricht zurückkehren wolle, der müsse für eine funktionierende digitale Ausstattung der Schulen sorgen, damit ein sachgerechter Wechselunterricht mit Präsenz- und digitalen Anteilen möglich wird. „Für die Schulen und die Eltern ist es wichtig, rechtzeitig und nachvollziehbar zu wissen, auf was man sich einzustellen hat. Es müssen Teststrategien sowie ausreichende und funktionsfähige Schutz- und Testmaterialien für die Schulen vorhanden sein. Von all dem präsentiert diese Landesregierung bisher leider nichts“, so Unrath weiter.

Das gegenwärtige Problem der zu geringen Beschaffung an Impfdosen bedauert Unrath: „Bei so einem logistischen Großprojekt muss man mit Pannen rechnen. Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Herstellern, um möglichst schnell möglichst viel Impfstoff zu produzieren. Das Geld dafür steht bereit“, so Unrath. Es sei jetzt schon absehbar, dass nach der Erhöhung der Produktionskapazitäten des Biontech-Impfstoffes und nach der Zulassung weiterer Impfstoffe voraussichtlich ab Ende März ein großer Bedarf an vielen und schnellen Impfungen bestehen werde. „Daher ist es für mich ein Fehler, dass es durch das Veto des Landes nicht gelungen ist, in Schwäbisch Gmünd ein zweites Impfzentrum im Ostalbkreises vorzubereiten und einzurichten. Dieser Vorschlag des Ostalbkreises wurde ja nicht aus der Luft gegriffen, sondern trägt zur Beschleunigung bei den Impfungen bei und konzentriert nicht die gesamte Bevölkerung auf einen Ort. Es ist unverständlich, wieso der Raum Schwäbisch Gmünd in dieser Frage durch das Land vernachlässigt wird“, so Unrath.

By Januar 6, 2021.    Corona, Gesundheit, priorität-1, Uncategorized