„Vorschlag von Gesamtmetall verschärft die Krise“

AfA: „Vorschlag von Gesamtmetall verschärft die Krise“


Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA-Ostalb) lehnt die Forderungen des designierten Präsidenten des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, nach Mehrarbeit ohne Lohnausgleich, Abschaffung von Zuschlägen und Weihnachtsgeld für die Beschäftigten in der Metallindustrie ab. „Hier wird auf die Spaltung der Gesellschaft und einseitige Belastungen für die Beschäftigten gesetzt“, sagt dazu der Vorsitzende der AfA-Ostalb, Daniel Sauerbeck.
Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Jakob Unrath ergänzt: „Als im Sommer auf dem Höhepunkt der Krise Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit waren und die Aktionäre gleichzeitig ihre Dividendenpakete ausgezahlt bekommen haben, hat man dazu nichts von Gesamtmetall gehört. Die Vorschläge wirken kontraproduktiv in der jetzigen Situation. Lohnkürzungen sind das völlig falsche Signal.“

foto:colourbox

Leider hätten die Arbeitgeber die von der Gewerkschaft angebotene Vereinbarung „Lohnzurückhaltung gegen Beschäftigungsgarantie“ nicht angenommen. Wie kurzfristig und wenig nachhaltig das Handeln der Arbeitgeberseite teilweise sei, sehe man an der Zurückhaltung bei der Ausbildungsbereitschaft. „Gestern noch über Fachkräftemangel klagen, heute bei der Ausbildung sparen, das ist kein langfristiges Denken“, so Sauerbeck. Eine langfristige Strategie zur Weiterentwicklung des Industriestandortes Deutschland sei aber notwendig, um eine nachhaltige Sicherung für Unternehmen und Beschäftigte zu realisieren und die Arbeitsplätze zu erhalten.