Sigrid Heusel und Jakob Unrath im Gespräch mit HGV

Gemeinsam mit dem Vorstand des Handels- und Gewerbevereins Schwäbisch Gmünd (HGV) trafen sich der Landtagskandidat der Gmünder SPD, Jakob Unrath, und die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat, Sigrid Heusel, in einer Videokonferenz. Die Folgen der Corona Pandemie aber auch postpandemische Perspektiven für Handel und Gewerbe wurden intensiv diskutiert. Die Geschäftsführerin des HGVs, Simone Klaus, ging auf die jüngsten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz ein. „Viele im Handel haben auf eine Öffnung zum 15. Februar gehofft“, schilderte Klaus die Enttäuschung. Bei den meisten Händlern und Gewerbetreibenden lägen die Nerven blank, es werde inzwischen auf Erspartes oder Lebensversicherungen zurückgegriffen. Hoffnung mache nun die Überbrückungshilfe III des Bundes. Das Hauptproblem sah sie in der fehlenden Perspektive und fehlenden, klaren Öffnungsplänen für die Geschäftsleute. „Die Politik steht in der Verantwortung, dass alle mit Hilfsmaßnahmen durch diese Krise kommen. Der Einsatz von so viel Steuergeld muss dem Fundament der Wirtschaft zu Gute kommen. Das sind die vielen Selbstständigen und kleinen und mittleren Unternehmen“, so Unrath. Einzelhändler Andreas Schoell beklagte wie sein HGV-Vorstandskollege Dr. Christof Morawitz die mangelnde Differenzierung und Fantasielosigkeit der Infektionsschutzmaßnahmen. Einig waren sich alle, dass mit einer Ausdifferenzierung der Maßnahmen, verstärkten Testungen, besserer Kontaktnachverfolgung, intelligenteren Hygienekonzepten und zügigen Impfstoffanpassungen gearbeitet werden müsse. Martin Röttele warnte vor einer Rabattschlacht durch die neuen Überbrückungshilfen. Für die Zeit nach der Pandemie wünschen sich die HGV-Vorstandsmitglieder eine bessere Förderung und Begleitung vom Land, sowie Unterstützung bei der digitalen Sichtbarkeit. SPD-Fraktionsvorsitzende Sigrid Heusel sagte Unterstützung von Seiten der Stadt zu und verwies auf den anstehenden Innenstadtgipfel, an welchem Perspektiven für den Gmünder Einzelhandel ausgearbeitet werden sollen. Jakob Unrath stellte klar, dass Politik Online-Riesen wie Amazon nicht einfach zuschauen könne. Es brauche Regeln, der Markt richte es nicht mehr allein, sondern lasse ein den Einzelhandel erstickendes Monopol entstehen. Die späteren Probleme daraus könne man nicht ignorieren. „Innenstädte brauchen eine Zukunft mit dem Einzelhandel, dafür müssen Internetkonzerne einen Ausgleich bringen“, so Unrath.

By Februar 15, 2021.    Corona, priorität-2