Rote Karte für Verkehrsminister

Rems-Bahn: Zuverlässiger fahren mit mehr Wagen

Bahn-Pendler sind wahre Klimaschützer!

Jeder Kilometer, der mit der Bahn statt mit dem herkömmlichen Verbrenner-Auto zurückgelegt wird spart 25% CO². Das nutzt dem Klima, erzeugt keinen Stau und keinen Feinstaub. Der öffentliche Personennahverkehr bringt Vorteile für alle. Das muss sich in Zukunft insbesondere für die Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer im Gelbeutel auswirken. Die Privatisierung der Bahn in der Vergangenheit war ein Fehler. Bei der Umsetzung in Baden-Württemberg hat der Grüne Verkehrsminister schlechte Vorgaben gemacht, die Qualitätseinbußen nach sich zogen.  Alles funktioniert nur „so einigermaßen“. Anspruch und Wirklichkeit liegen im Verkehrsministerium weit auseinander.

Wir sind mehr wert als Drei-Teiler Kurzzüge – mindestens 5-teilige Züge auf der Rems-Bahn

Zu oft werden auf der Rems-Bahn nur Drei-Teiler-Kurzzüge eingesetzt. Gerade in der Hauptverkehrszeit ist aber viel mehr Platz in den Zügen nötig. Hier benötigt es Doppelt- oder Dreifachzüge, um dem Bedarf nachzukommen – gerade in Zeiten von Corona. Der Verkehrsminister überweist trotzdem jedes Jahr viele Millionen Euro aus Steuergeldern für die Rems-Bahn an Go Ahead und es ändert sich nichts. Der frühere Betrieb durch die Deutsche Bahn war wegen fehlender Investitionen schlecht. Die Privatisierung hat zwar neue Wagons, aber keinen reibungslosen Betrieb gebracht. Fehlendes Personal hat die versprochenen Kosteneinsparungen aufgefressen. Heute unterstützt die öffentliche Hand die privaten Betreiber durch einen Pool Lockführerinnen und Lockführer in Bereitschaft, um den Betrieb zu gewährleisten. AM Ende zahlen die Zeche die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und alle Kundinnen und Kunden der Bahn.

Für eine neue Mobilitätskultur, ein intelligenter Nahverkehr schafft Arbeitsplätze. Die richtige Kombi mit Car-Sharing und Individualverkehr.

„Bwegt“ ist der Name für einen neuen Landestarif. Das wäre ein guter Ansatz, wenn nicht nur die Tarife der unterschiedlichen Verkehrsverbünde zusammengezogen würden, sondern für Pendlerinnen und Pendler mehr möglich wäre. Für die Verkehrswende fehlt darin die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln. Ob E-Scooter ausleihen oder einen Rufbus bestellen. Alles muss barrierefrei für jedes Alter einfach buchbar sein – über Telefon, Internet oder App. Wir haben jetzt das Thema der schnellen CO2 Einsparung zu bewältigen! Gerade unser Landkreis könnte durch eine gute Anbindung an den Fernverkehr und einen zusätzlichen Bahnhalt in Essingen deutlich einen Beitrag zu mehr Mobilität leisten.

365 Euro Jahresticket für ganz Baden-Württemberg

Wer die Nutzung der Bahn fördern will, der muss das Bahnfahren erschwinglich machen. Das heißt: Keine Preiserhöhungen bei der Bahn. Nicht im Nahverkehr und nicht im ICE. Der ÖPNV muss erschwinglich sein, um angenommen zu werden. Ob für Pendlerinnen und Pendler, Azubis, Studierende, Schülerinnen und Schüler, Rentnerinnen und Rentner oder Freizeitfahrgäste: Es braucht die Einführung eines 365 Euro Jahrestickets für alle. Für einen Euro am Tag durch das ganze Land.  Dafür brauchen wir ein zuverlässiges System im öffentlichen Personennahverkehr, das nur mit Investitionen in die Infrastruktur sichergestellt werden kann.