Neujahrsbotschaft 2021

Landtagskandidat Jakob Unrath:

Liebe Leserin,
lieber Leser,

die meisten von uns werden 2020 schnell hinter sich lassen wollen. Ein Jahr mit vielen Opfern, massiven Einschränkungen für uns alle und schlechten Gedanken an diese Pandemie.

In diesen Tagen haben die Impfungen begonnen und wecken Hoffnungen auf ein Ende der Einschränkungen und Schwierigkeiten. Leider werden wir uns noch einige Monate gedulden müssen bis das Leben wieder einen „normalen“ Verlauf nehmen kann.

Für mich ist der Ausblick auf das neue Jahr ein Blick mit Hoffnung und Zuversicht. Vor allem der Hoffnung, dass die in den zurückliegenden Monaten erlebte Solidarität und Hilfsbereitschaft uns auch im neuen Jahr alle weiter stärkt und tragen wird.

In den nächsten Wochen stehen vor allem zwei Aufgaben an: Zum einen möglichst schnell viele Menschen mit dem Impfstoff zu versorgen und so gerade für die Risikogruppen einen wirksamen Schutz vor Corona zu erzielen. Zum anderen die Aufgabe eine schrittweise, verantwortliche Rückkehr zu einem normalen sozialen Miteinander zu organisieren. Lassen wir uns nicht auf diejenigen verfrüht ein, die schnelle Lockerungen fordern und dafür ihren Applaus ernten werden. Maßstab muss die nachhaltige Wirksamkeit jeder Maßnahme sein.

Wir erleben neben der überall vorhandenen Mitmenschlichkeit, der Kreativität, dem Engagement und dem Einfallsreichtum im Umgang mit der Pandemie vor allem auch eine enorme Anstrengung der Gemeinschaft in Form staatlicher Unterstützungsleistungen für alle, deren wirtschaftliche Existenz durch die Pandemie gefährdet ist. Das funktioniert in der Organisation nicht überall gleich gut und es gibt Beispiele, in denen sich die Lobbys statt der Wissenschaft durchgesetzt haben. Im Kern hat sich jedoch eines gezeigt:

Ein funktionierender und handlungsfähiger Staat ist die Grundlage für große Herausforderungen, wie diese Pandemie. Ein Staat, der Solidarität in der Not organisiert ist eine Grundidee der Sozialdemokratie, die sich gerade in der jetzigen Zeit bewährt. Für mich ist klar: Zur Finanzierung dieser Leistungen müssen alle beitragen. Starke Schultern müssen mehr tragen als schwache. Vor allem aber müssen endlich auch diejenigen zur Finanzierung der Gemeinschaftsaufgaben herangezogen werden, die von den strukturellen Vorteilen in dieser Krise profitieren und satte Sondergewinne erzielen, wie die internationalen Internet-Konzerne. 

Meine Hoffnung richtet sich darauf, dass wir in vielfältiger Form aus der Corona-Krise lernen und im kommenden Jahr grundlegende Änderungen einleiten. Mehr Respekt und ernsthafte Verbesserungen für die Bereiche, die wirklich systemrelevant sind wie Pflege und medizinische Versorgung. Endlich eine angemessene Ausstattung des öffentlichen Gesundheitswesens und kein weiteres Zusammensparen. Endlich klare und wirklichkeitsnahe Richtlinien für einen flexiblen Umgang der Schulen mit ihrer Rolle in der Pandemie.

Bei allem darf die Pandemie die soziale Ungleichheit in unserem Land nicht weiter verschärfen. Wir hatten und haben in dieser Pandemie nie einen Konflikt zwischen den Generationen. Was inzwischen Zahlen belegen ist, dass der bestehende Konflikt zwischen arm und reich sich durch die Pandemie vergrößert hat. Das wird politisch ein zentrales Aufgabenfeld im Jahr 2021 sein.

Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen persönlich alles Gute, Erfolg, Glück und vor allem Gesundheit.

Ihr

Jakob Unrath

By Dezember 29, 2020.    Corona, Gesundheit, priorität-2, Starker Staat