Mehr Personal für Pflege

Personalkapazitäten sind für gute Pflege zentral:

SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath hat sich auf seinem Facebook-Kanal mit dem Krankenpfleger und Ver.di Vertrauensmann Simon Janot zu einem Gespräch über die Situation der Pflege in der Pandemie getroffen. Simon Janot schilderte dabei die Veränderungen, wie man seit der ersten Welle auch in den Krankenhäusern dazu gelernt habe und wie man jetzt die Covid-Erkrankungen manage. Geblieben sei eine enorme Anstrengung und Engagement der Beschäftigten, die nötig seien um die Behandlung zu gewährleisten. „Es ist schon abstrus, wenn man in den Kliniken mit den schwer Erkrankten zu tun habe und vor den Toren dann Menschen meinen, ihre Verschwörungstheorien zum besten geben zu müssen“, schilderte Janot. 

„Wir müssen jetzt die Impfzahlen nach oben bekommen und dafür sorgen, dass genügend Impfstoff da ist“, setzte Jakob Unrath auf einen besseren Schutz vor der Covid-Erkrankung. Es sei schon einet traurige Lage, dass dieser Impfstoff in Deutschland entwickelt wurde, aber hier bis jetzt nicht ausreichend zur Verfügung stehe.

Dreh- und Angelpunkt bei der medizinischen Versorgung, da waren sich beide einig, sei die ausreichende Personalausstattung in den Kliniken. „Die hohe physische und psychische Belastung im Beruf lässt sich nur durch ausreichend Mitarbeiter so gestalten, dass Pfleger längerfristig den Beruf ausüben“, berichtete Janot. Nicht die Bezahlung, die schwierigen Arbeitsbedingungen durch Personalmangel seien im Moment die größte Schwierigkeit. Hierfür gäbe es auch gemeinsame Vorschläge von Ver.di und deutscher Krankenhausgesellschaft, die im Gesundheitsministerium noch nicht aufgegriffen worden seien.

Jakob Unrath sprach sich dafür aus, die Stärke des deutsche Krankenhauswesens mit seiner hohen Bettenanzahl zu erhalten und nicht dem noch bis vor eine Jahr so lauten Ruf nach Bettenabbau zu folgen. „Auch wenn wir Schwerpunkte in der Versorgung setzen müssen. Die differenzierte Krankenhauslandschaft erweist sich derzeit als Stärke, die wir beibehalten müssen“, forderte Unrath. Dazu brauche es eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Das Defizit, das der Ostalbkreis derzeit jährlich bei den Krankenhäusern einfahre, sei auf Dauer nicht zu halten. „Da muss sich das Land finanziell engagieren, damit wir eine gute stationäre Versorgung im ländlichen Raum aufrechterhalten können“, sagte Unrath.

Unrath dankte zum Abschluss seines Gespräches allen Pflegekräften für ihren besonderen Einsatz, den sie derzeit für die gesamte Gesellschaft erbringen.

By Januar 15, 2021.    Corona, Gesundheit, priorität-1