Keine zusätzliche Sonntags-Öffnung

Gmünder SPD fordert Schutz von Beschäftigten im Einzelhandel

In einer gemeinsamen Presseerklärung der SPD-Schwäbisch Gmünd und dem Landtagskandidaten Jakob Unrath fordern die Gmünder Sozialdemokraten Schutz für die Beschäftigten im Einzelhandel.“Wir lehnen den Vorstoß des Oberbürgermeisters klar ab, denn er ist für die Einzelhändler und ihre Beschäftigten eine nicht zumutbare Verschärfung der Arbeitsbedingungen“, macht Sigrid Heusel, die Fraktionsvorsitzende der SPD im Gmünder Gemeinderat deutlich. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Einzelhandel seien während der Pandemie teilweise bis an ihre Grenzen gegangen und dürfen nicht der Belastung einer sieben Tage Woche im Dezember ausgesetzt werden. „Hier geht es um Familien, die die Adventssonntage ebenfalls gemeinsam verbringen wollen. Die Corona-Pandemie stellt die Verkäuferinnen und Verkäufer schon seit Monaten vor große Belastungen. Die Sonntage in der Vorweihnachtszeit gehören ihnen“, meint kommissarischer Stadtverbandsvorsitzender und Stadtrat Tim-Luka Schwab. Die Argumente des Handels- und Gewerbeverein, der Gewerkschaften und der Kirchen seien richtig und der Vorschlag des Oberbürgermeisters erinnere an eine Idee aus der Mottenkiste, die maximal großen Kaufhäusern diene, aber mit einer Förderung des lokalen Einzelhandels wenig zu tun habe. Bei der gemeinsamen Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie und der Krise des Einzelhandels müsse es um den Ausbau und die Unterstützung bei der Online-Vermarktung sowie kreative Ideen gehen, um den Einzelhandel wieder attraktiver zu machen. Der typische Griff auf die Arbeitszeiten der Beschäftigten sei entschieden abzulehnen. „Die Landesregierung ist gefragt. Sie muss unbürokratische Hilfen auf den Weg bringen, um dem Einzelhandel in den Wintermonaten zu helfen und einer Verödung der Innenstädte entgegenzuwirken“, so SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath. Wichtiger und Aufgabe des Oberbürgermeisters sei es, die Bürgerinnen und Bürger dafür zu sensibilisieren, die Weihnachtseinkäufe in diesem Jahr möglichst frühzeitig zu tätigen, um Belastungsspitzen für den Einzelhandel zu vermeiden und das Ansteckungsrisiko einer Covid-19 Infektion möglichst gering zu halten, so die Genossinnen und Genossen.