Jugend

Für mich heißt Politik für junge Menschen zu machen in erster Linie, sie ernst zu nehmen mit ihren Anliegen.

Dabei ist für viele Jugendliche die Bewegung „Fridays for Future“ das wichtigste Sprachrohr, um den Wunsch für eine lebenswerte Zukunft zu formulieren: Den Klimawandel stoppen, damit die Erde eine Chance hat. Dies unterstütze ich voll und ganz. Klimagerechtigkeit ist Generationengerechtigkeit. Für mich als SPD-Kandidat ist dabei immer auch wichtig, dass die sozialen Belange nicht zu kurz kommen.

Für mich ist eine gute Bildung und Ausbildung entscheidend für die Zukunft junger Menschen. Dafür muss einiges getan werden im Land. Damit weniger Unterricht ausfällt, müssen mehr Lehrkräfte eingestellt werden. Damit die Schulen auch alle im digitalen Zeitalter ankommen, müssen alle Schulen technisch besser ausgestattet werden (1GB/s Datenleitung für jede Schule!) und die Lehrkräfte müssen weiter fit gemacht werden für den digitalen Unterricht. Hier hat der Fernunterricht in der Pandemie die Defizite schonungslos aufgedeckt.

Wir müssen dafür sorgen, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für alle jungen Menschen Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Es darf nicht sein, dass die Wirtschaft eben noch über Fachkräftemange klagt und dann einige Firmen bei abflauender Konjunktur zuerst die Streichung von Ausbildungsplätzen als Sparmaßnahme entdecken. Für alle, die eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben muss es einen Arbeitsplatz geben, der ihrer Qualifikation entspricht.

In der Pandemie dürfen Studierende nicht vergessen werden, die ja häufig auf ihre Nebenjobs für ihren Lebensunterhalt angewiesen sind. Die Pandemie hat vielen diese Möglichkeit genommen. Studiengebühren sind generell abzuschaffen.

Ganz aktuell darf es nicht so sein, dass die „Corona-Jahrgänge“ an den Schulen die Leidtragenden der Pandemie sind. Es darf in diesem Jahr kein „Sitzenbleiben“ geben und die Bedingungen für die Prüfungen müssen angepasst, die Lehrpläne entrümpelt werden.

Die Jugend ernst zu nehmen heißt für mich nicht zuletzt, das Wahlalter für die Landtagswahlen auf 16 Jahre abzusenken. Denn junge Menschen sind sehr wohl in der Lage zu entscheiden, wer ihre Interessen im Landesparlament vertreten soll. Beteiligung junger Menschen braucht auch interessante Möglichkeiten vor Ort. Z.B. durch Jugendgemeinderäte, die über ein eigenes Budget verfügen sollten.

Foto: colourbox

By November 17, 2020.    Uncategorized