Jakob Unrath im Dorfladen Lorch-Waldhausen

Was hilft ist Umsatz:“ Hartes Kalkulieren und viel Herzblut. Das konnte der SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath bei einem Besuch im Waldhäuser Dorfladen kennen lernen. Der Vorstand der Dorfladengenossenschaft, Andreas Mayer, unterrichtete Jakob Unrath über das Waldhäuser Dorfladenprojekt. Nach einem Rundgang durch die Auslagen war Jakob Unrath begeistert, mit wie viel Liebe zum Detail der Laden gestaltet ist. „Das ist ein sehr reichhaltiges Warenangebot mit vielen Produkten regionaler Erzeuger“ zeigte sich Unrath sehr angetan. Das Angebot reicht tatsächlich von Grundnahrungsmitteln, über die Backwaren, Obst und Gemüse und regionale Spezialitäten, bis hin zu Produkten aus dem Fundus von „Höhle der Löwen“. Der Dorfladen läuft inzwischen im 5. Betriebsjahr, zeigte Andreas Mayer die Entwicklung auf. Aktuelle Sorgen bereitet natürlich die Pandemie. Das führt zu deutlichen Umsatzeinbrüchen. „Wer im Homeoffice sitzt holt sich morgens auf dem sonst gewohnten Weg zum Bahnhof natürlich kein Vesper bei uns“, nannte Andreas Meyer ein Beispiel. Der Dorfladen sei auch als Ort der Begegnung und des sozialen Lebens konzipiert. Und diese ungezwungene Atmosphäre des Treffpunktes geht unter den Corona-Regeln natürlich verloren. Es sei ja auch der Sinn, Kontakte im Moment einzuschränken. Aber der Umsatzeinbruch dadurch sei deutlich spürbar. „Und wie sich die Sperrung der Rems-Brücke und damit die eingeschränkte Nutzung der Bahnhofstraße als Waldhäuser Ausfallstraße für ein Jahr auswirkt, können wir noch nicht abschätzen“, erläuterte Andreas Mayer die ganz aktuellen Sorgen. Was dem Laden am meisten gut tue, sei ein stabiler Umsatz.

Beeindruckt zeigte sich Jakob Unrath von dem großen bürgerschaftlichen Engagement, das hinter dem seitherigen Erfolg des Waldhäuser Dorfladens steht. Der Verkaufsbetrieb werde derzeit zu gleichen Stundenanteilen von professionellen Verkäuferinnen und den sie unterstützenden Ehrenamtlichen abgedeckt, informierte Andreas Mayer. 31 Ehrenamtliche mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren sind es, die sich zurzeit im Dorfladen engagieren. Hinzu komme viel ehrenamtliches Engagement in der Geschäftsführung und bei vielen Dingen im Hintergrund, die von außen nicht so zu sehen sind. Ein Dorfladen muss genau wie jeder andere Lebensmittelhändler nach den gleichen Vorgaben arbeiten, es gibt beispielsweise ein Qualitätsmanagement oder die notwendigen Schulungen für alle im Verkauf müssen absolviert werden. „Aber es macht Spaß und wir hoffen, die Pandemie gut zu überstehen, um dann wieder ein fluktuierender Treffpunkt für Waldhausen zu sein“, fasste Andreas Mayer die Perspektive zusammen.

Andreas Mayer erläutert Jakob Unrath das Dorfladenkonzept und die aktuellen Herausforderungen.

By Februar 12, 2021.    Demokratie, priorität-3  ,