In Mutlangen bei Bürgermeisterin Staphanie Eßwein

Großes ehrenamtliches Engagement und Sanierungsstau:

Zu einem Informationsbesuch hat der SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath die Mutlanger Bürgermeisterin Stephanie Eßwein im dortigen Rathaus getroffen.

Dabei hat er sich vor allem über die Erwartungen der Gemeinde an die Landespolitik unterrichten lassen. Ein wichtiger Auftrag für die Landespolitik dabei: Wenn vom Land Förderprogramme aufgelegt werden, um bestimmte Anreize zu setzen, dann muss die Durchführung vor Ort auch zu bewältigen sein. Die bürokratischen Anforderungen dürfen nicht dazu führen, dass Nutzen und Aufwand irgendwann nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.  

Mutlangen hat eine sehr gute Infrastruktur an öffentlichen Einrichtungen in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut. Auf die Dauer bedeutet dies jedoch auch enorme Verpflichtungen für den Erhalt der Bauten und Anlagen. Allein bei den Schulen habe sich inzwischen ein Sanierungsstau von 25 Millionen € aufgetürmt, informierte Stephanie Eßwein. Der Wunsch der Gemeinde an das Land: Ausreichende, finanzielle Hilfe und Unterstützung beim Abarbeiten des Sanierungsstaus. Allein könne die Gemeinde diese notwendige Aufgabe nicht stemmen. Als zentraler Schulstandort hat hier die Gemeinde Mutlangen auch eine große Bedeutung für die umliegenden Gemeinden, deren Schüler die Mutlanger Schulen besuchen.  

Unter den vielen ehrenamtlich getragenen Vereinen und Initiativen, die Mutlangen zu bieten hat, ist der Förderverein, der dem bekannten MUTLANTIS-Hallenbad eine Zukunft gibt, ein ganz besonderer. Wie in vielen Bereichen ist derzeit auch hier gegenwärtig zu merken, dass die Corona-Bedingungen das Ehrenamt zurzeit etwas ausgebremst wird.

„Hoch interessiert habe ich kennenlernen dürfen, was in Mutlangen alles sonst noch für die Jugend und mit Jugendlichen auf die Beine gestellt wird“, stellte Jakob Unrath fest. Man merkt, dass in Mutlangen bei den Bemühungen um die Jugend ein Schwerpunkt liegt. Es gibt dort einen Jugendbeirat und es hat sich kürzlich sogar ein Jugendverein gegründet hat. Ein Engagement, das sich für alle Beteiligten lohnt, denn es wird viel geboten. Zum Abschluss bedankte sich Jakob Unrath bei Bürgermeisterin Staphanie Eßwein für das informative und spannende Gespräch.