Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut. Die best mögliche medizinische Versorgung für alle gehört zu den Grundpfeilern einer gerechten Gesellschaft.

Die Corona-Pandemie zeigt ganz deutlich: Eine flächendeckende,
wohnortnahe und gute medizinische Versorgung muss für alle zu jeder Zeit und in hoher Qualität da sein. Sie gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und darf weder von Gewinnen noch von Krisen abhängen.

Die Versorgung mit Hausärzten muss auch in der Fläche sichergestellt werden. Dazu braucht es öffentliche Unterstützung. Gesundheitszentren können auch kommunal oder in Kooperation betrieben werden. Das Land muss sich an der Finanzierung beteiligen.

Das Fallpauschalensystem schafft in den Krankenhäusern falsche Anreize und ist abzuschaffen. Krankenhäuser „rechnen“ sich nicht – sie sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Eine Privatisierung von Krankenhäusern führt immer nur dazu, dass wegen der privaten Gewinnabschöpfung diese Mittel für die eigentliche medizinische Versorgung feheln. Sie ist daher abzulehnen.

Die Gesundheitsämter sind in den vergangenen Jahrzehnten sträflich vernachlässigt worden. Das rächt sich spätestens jetzt in der Pandemie. Der öffentliche Gesundheitsdienst ist auszubauen und zu modernisieren.

Sozialdemokratische Gesundheits- und Pflegepolitik rückt den Menschen in den Mittelpunkt – seien es Patient*innen, Gepflegte, pflegende Angehörige oder medizinisches Personal. Diese Fachkräfte ermöglichen die würdige gesundheitliche Versorgung aller. Wer in der Kranken- oder Altenpflege arbeitet, verdient Anerkennung durch gute Löhne, klare Personalschlüssel, bessere Arbeitsbedingungen, gute Ausbildung und Zugang zu Kinderbetreuung. Applaus allein reicht nicht. An den privaten Ausbildungsstätten für Gesundheitsberufe soll das Schulgeld abgeschafft.

foto: colourbox

By November 18, 2020.    Uncategorized