Digtialer Stammtisch

Digitaler Stammtisch der SPD mit Jakob UnrathPolitische Kommunikation in Zeiten der Pandemie:

Die SPD hatte zu einem digitalen Stammtisch zur politischen Kommunikation unter den Bedingungen der Pandemie geladen. Der SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath stellte in seinem Eingangsstatement fest, dass es derzeit keine leichte Aufgabe für die Politik sei, die notwendigen Maßnahmen, die ein sehr komplexes Geschehen betreffen, auch gut zu vermitteln. Um so wichtiger sei es, dass dies mit Eindeutigkeit und Klarheit einhergehe. Dies gelte um so mehr, weil alle Maßnahmen am Ende auch Menschen betreffen, die darunter zu leiden haben. Dies seien beispielsweise soziale Schwierigkeiten, etwa die Frage wie organisiere ich Betreuung, wenn die Schulen keinen Präsenzunterricht haben, wie bekomme ich die Überbrückungshilfen oder gar festzustellen, dass man Einbußen hat, die bislang in keinem Hilfsprogramm erfasst sind.

Hierzu gab es in der digitalen Diskussionsrunde zahlreiche weitere Beispiele. So erinnerte ein Student daran, dass es inzwischen Zweitsemester gäbe, die noch nie einen regulären Studienbetrieb erlebt hätten. In allen Bereichen gelte es jetzt genau hinzuschauen und auch die sozialen Folgen der Pandemie im Blick zu haben. „Es ist jetzt die Aufgabe von Politik einerseits den Gesundheitsschutz mit den notwendigen Maßnahmen zu erreichen, andererseits die betroffenen Menschen nicht allein zu lassen“, sagte dazu Jakob Unrath.

In der Frage, wie unter den Pandemiebedingungen der Kontakt zu den Wählerinnen und Wählern im Vorfeld von Wahlen hergestellt werden kann, zeigte sich in der Diskussion Licht und Schatten. Einerseits würden traditionelle Wege des direkten Gesprächs, des Kontaktes an Infoständen und Begegnungen bei Veranstaltungen wegfallen, andererseits sei zu sehen, dass die digitalen Medien zunehmend genützt würden. „Immer mehr Menschen sind auch aus ihrem beruflichen Alltag oder aus digitalen Versammlungen von Vereinen und Organisationen inzwischen daran gewöhnt“, war eine Beobachtung.  

„Mit fehlt insbesondere die direkte Rückmeldung, sich im persönlichen Gespräch gegenüberzustehen“, führte Jakob Unrath an. Diese Einschränkung müssten die Parteien mit ihrem Auftrag zur politischen Willensbildung nun so gut es geht versuchen auszugleichen. Er versuche diesen „Rückmeldekanal“ über verschiedene andere Wege offen zu halten. Etwa über Umfrageflyer, die Möglichkeiten per Brief, Mail, die sozialen Medien und seine Homepage, aber auch über Telefon ansprechbar zu bleiben. Dazu dienten auch die digitalen Veranstaltungsformate, die spürbar zunehmend besser angenommen werden.  

By Dezember 13, 2020.    Corona, Demokratie, priorität-1