Benachteiligung des Ostalbkreises stoppen – zweites Impfzentrum in Schwäbisch Gmünd

Zur gegenwärtigen Impfstrategie bei der Corona-Bekämpfung nimmt SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath wie folgt Stellung (5.2.21):

  1. Die gegenwärtige, ungerechte Verteilung des Mangels an Impfstoffen muss verändert werden. Die Anzahl der Impfstoffdosen muss je Landkreis an die Bevölkerungszahl gekoppelt werden. Die jetzige Regelung, jedes Impfzentrum bekommt gleich viel Impfstoff unabhängig von der Zahl der zu versorgenden Bevölkerung, ist nicht sachgerecht. Es benachteiligt den Ostalbkreis als bevölkerungsreichen, großen Landkreis erheblich und ist ein weiteres Beispiel für eine schlechte Berücksichtigung seiner Interessen im Land. Der jetzige Impftourismus in weiter entfernte Impfzentren mit Hochbetagten, um schneller einen Impftermin zu bekommen, ist für alle belastend und nicht hinnehmbar.
  2. Die Terminvergabe muss niedrigschwelliger organisiert werden. Am Ende ist das System der Terminvergabe nicht nur für die Hochbetagten, sondern für alle unzumutbar. Ob der leider erst für kommenden Montag geplante Wechsel vom Windhundprinzip hin zu eine Rückruf-System Abhilfe schaffen wird bleibt abzuwarten.
  3. Es braucht eine vorausschauende Planung der Impfkampagne. Spätestens im 2. Quartal wird es keinen Mangel an Impfstoff mehr geben, sondern einen Mangel an Logistik, um alle Menschen so schnell wie möglich zu impfen. Es braucht ein zweites Impfzentrum in Schwäbisch Gmünd für den Ostalbkreis. Und es braucht Konzepte durch das Land, in die die Hausärzte und die Gemeinden mehr als bisher mit einbezogen werden.
  4. Die gegenwärtige Diskussion um Sonderrechte für Geimpfte ist völlig überflüssig. Derzeit gibt es ganz andere Probleme. Zudem wissen wir, dass private Anbieter Vertragsfreiheit haben. Hier wird „der Markt“ regeln, was jetzt die Gemüter erhitzt.
Corona verändert unser Leben

By Februar 5, 2021.    Corona, Gesundheit, priorität-1